Mein beruflicher Weg
Seit 2020 arbeite ich in der stationären Kinder- und Jugendhilfe und begleite junge Menschen mit sehr unterschiedlichen Biografien, Belastungen und Krisenerfahrungen. Die tägliche pädagogische Arbeit, Krisenbegleitung, Elternarbeit und Zusammenarbeit mit verschiedenen Helfersystemen haben meinen fachlichen Blick wesentlich geprägt.
Aus dieser Praxis heraus habe ich mich gezielt im Bereich Trauma weiterqualifiziert – in Traumapädagogik, traumazentrierter psychosozialer Arbeit und Traumafachberatung. Darüber hinaus verfüge ich über die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie und befinde mich derzeit in einer mehrjährigen Ausbildung in transgenerationaler körperorientierter Traumatherapie.
Heute verbinde ich meine langjährige pädagogische Erfahrung mit einer traumasensiblen, ressourcenorientierten und körperbezogenen Perspektive. Dabei ist mir wichtig, Menschen nicht auf Symptome oder Diagnosen zu reduzieren, sondern Zusammenhänge verständlich zu machen, Sicherheit zu fördern und neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Fachliche Haltung
Ich begegne belastenden Reaktionen nicht zuerst mit der Frage, was mit einem Menschen nicht stimmt, sondern was diese Reaktionen verständlich macht. Dabei sind für mich Sicherheit, Beziehung, Ressourcen und ein achtsamer Blick auf körperliche und emotionale Signale zentrale Grundlagen. Beratung bedeutet für mich, gemeinsam Zusammenhänge zu verstehen, Orientierung zu schaffen und wieder mehr Handlungsmöglichkeiten im Alltag zu entwickeln.
1. Verstehen statt bewerten
Reaktionen und Verhaltensweisen haben einen Zusammenhang. Mir ist wichtig, diesen gemeinsam verständlich zu machen, statt Menschen vorschnell auf Symptome oder Schwierigkeiten zu reduzieren.
2. Sicherheit & Ressourcen
Ich richte den Blick auf das, was Stabilität geben kann und bereits trägt. Vorhandene Fähigkeiten, Beziehungen und persönliche Ressourcen werden dabei bewusst einbezogen und gestärkt.
3. Psychoedukation & Orientierung
Wissen kann entlasten. Ich vermittle traumabezogene Zusammenhänge verständlich und alltagsnah, damit eigene Reaktionen besser eingeordnet und neue Perspektiven entwickelt werden können.
4. Körper & Selbstwahrnehmung
Belastende Erfahrungen zeigen sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen, sondern oft auch körperlich. Je nach Anliegen beziehe ich Körperwahrnehmung und körperliche Signale behutsam in die Beratung ein.